Die seit dem 29. September 2009 unter dem Namen Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) firmierende höchste deutsche Spielklasse zeichnet sich für die ordnungsgemäße Durchführung und Organisation des Spielbetriebs im Sinne des Binnen-Fair-Plays sowie die strategische Entwicklung (u. a. zentrale Vermarktung von TV-Rechten, Lizenzierung, Schiedsrichterei, Sponsoren-Akquisition, Nachwuchsförderung) verantwortlich. Vor der Eigenständigkeit der Liga im Jahre 1996 war der Deutsche Basketball Bund (DBB) mit diesen Aufgaben betraut. Auf Grundlage eines mit dem Dachverband abgeschlossenen Grundlagenvertrags, der vorzeitig bis zum Jahr 2022 verlängert wurde, verfügt die Liga u. a. über eine eigene Spielordnung, ein eigenes Lizenzstatut und eine Verfahrens- und Schiedsgerichtsordnung. Sie gibt sich zudem eigene Standards und operiert wie ein Wirtschaftsunternehmen am Markt. Mehrheitsgesellschafter der Basketball Bundesliga GmbH sind die Vereine (über die Arbeitsgemeinschaft der Basketball Bundesliga e.V.); außerdem ist der DBB Minderheitsgesellschafter.
An der Spitze des operativen Geschäftes steht der Geschäftsführer Jan Pommer, der in Kooperation mit dem Präsidium der Arbeitsgemeinschaft Basketball Bundesliga e.V. die konzeptionelle und strategische Ausrichtung vorgibt. Ein aus drei Personen bestehender Aufsichtsrat sowie ein hochkarätig besetzter Beirat aus Wirtschaft und Politik um den Vorsitzenden Dr. Werner Brinker (Vorstandsvorsitzender der EWE AG in Oldenburg) berät die Geschäftsführung in allen relevanten Dingen, die zur Weiterentwicklung der Marke Beko Basketball Bundesliga in der deutschen Sportlandschaft beitragen.
Wichtigster und aufmerksamkeitsstärkster Wettbewerb ist der Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Im Anschluss an die 34 Spieltage umfassende Hauptrunde folgen drei Playoff-Runden (Viertelfinale, Halbfinale und Finale) nach dem Modus "best of five". Der Pokalsieger wird im Rahmen einer Endrunde (TOP FOUR), an der vier Mannschaften teilnehmen, ermittelt. Zuvor qualifizieren sich die besten sechs Teams nach Abschluss der Hinrunde für das Viertelfinale im Pokal-Wettbewerb. Sollte sich der Ausrichter des TOP FOURS darunter befinden, rückt der Siebtplatzierte nach. Des Weiteren veranstaltet die Liga den Beko BBL ALLSTAR Day, dabei handelt es sich um ein mehrstündiges Sport-Show-Spektakel jeweils zu Beginn eines Jahres, und den Beko BBL Champions Cup: Hierbei treffen vor dem offiziellen Saisonstart der Deutsche Meister und der Pokalsieger der vorherigen Spielzeit aufeinander.
Sowohl Meisterschaft als auch Pokal sind von großer Spannung und Ausgeglichenheit gekennzeichnet. Zuletzt gelang es im Jahre 2002 einer Mannschaft, den Titel zu verteidigen. Seitdem gab es Spielzeit für Spielzeit einen neuen Titelträger. Gleiches gilt für den Pokal-Wettbewerb.
Um in der Beko BBL mitwirken zu können, müssen die Teilnehmer hohe Standards erfüllen. Dazu gehören ein Mindestetat von einer Million Euro, eine Heimspielstätte mit einer Mindest-Kapazität von 3.000 Zuschauern und die Verpflichtung der Vereine, mindestens acht Prozent ihres Spieleretats in die Nachwuchsförderung zu investieren. Ge- und regelmäßig überprüft werden die Standards von einem Gutachter- und einem Lizenzligaausschuss. Diese beiden Gremien beurteilen die Klubs vor allem hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Das Lizenzierungsverfahren, das sehr hohen Ansprüchen genügt, trägt dafür Sorge, dass die im Lizenzstatut verankerten Standards der Garant für ein qualitativ hochwertiges und wirtschaftlich solides Produkt sind.
Zu sehen ist die Liga in der Spielzeit 2009/2010 im Free-TV. Dabei sicherte sich das Deutsche SportFernsehen (DSF) die Rechte für mindestens drei Spielzeiten und strahlt pro Saison über 50 Begegnungen live im TV aus. Die Nachverwertungsrechte liegen bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die in Ausschnitten in ARD, ZDF und den 3. Programmen über das Spieltagsgeschehen berichten. Weitere Lizenznehmer sind die Lokal-, Regional- und Ballungsraumsender.
Die Marke "Beko BBL" wird zur Saison 2010/2011 einen Relaunch erfahren, die den Gegebenheiten Rechnung trägt. Ziel des Relaunches ist es, den Bekanntheitsgrad der Marke "Beko BBL" überregional weiter auszubauen und dadurch die regional fest verankerten Vereine noch weiter zu stärken.
Ein Element der Markenpositionierung ist u. a. die stufenweise Erhöhung der Positivquote für deutsche Spieler. So müssen ab der Saison 2010/2011 fünf von zwölf auf dem Spielberichtsbogen eingetragene Akteure über einen deutschen Pass verfügen; ab der Spielzeit 2012/2013 sind es deren sechs. Darüber hinaus hat die Liga in der Spielzeit 2007/2008 erstmals einen U24-Ausbildungsfonds eingeführt. Daran partizipieren kann jeder Klub, der deutschen U24-Spielern Einsatzzeit gewährt. Abgerundet werden die Nachwuchs-Fördermaßnahmen durch die Etablierung einer Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL - U19) seit vier Jahren und einer Jugend Basketball Bundesliga (JBBL - U17), die in der Saison 2008/2009 ihren Spielbetrieb aufgenommen hat. Insgesamt geben die 18 Klubs der Beko BBL mehr als drei Millionen Euro für die Nachwuchsförderung aus.
Website: www.beko-bbl.de