Die Bundesregierung plant eine Gesetzgebung zur Schaffung eines Leistungsschutzrechtes, insbesondere für Verlage. Die Initiative Profisport fordert, ein entsprechendes Leistungsschutzrecht auch zum Schutz sportlicher Darbietungen zu erlassen, um das Ausnutzen dieser Darbietung und der von Ligen und Clubs erbrachten Leistungen durch Dritte und somit die Abschöpfung des Profisports und z.B. auch die Gefährdung der Integrität des sportlichen Wettbewerbes durch Wettanbieter zu unterbinden.
Die Mitglieder der Initiative Profisport Deutschland stehen für die Organisation der populärsten deutschen Sportveranstaltungen. Die Veranstaltung und Organisation solch komplexer Ligen ist höchst aufwendig und ohne die organisatorische Leistung der Ligen gar nicht denkbar. Unsere Ligen legen den Wettbewerbsmodus fest und überwachen die Einhaltung der Regeln. Sie kontrollieren die Zulassung der Clubs und Spieler mit Hilfe umfangreicher Lizenzierungsverfahren, erstellen einen national und international abgestimmten Rahmenterminkalender, planen Spieltermine, Spielgegner und den Heim- bzw. Auswärtsrhythmus, regeln das Spieler- und Transferwesen, zertifizieren die Nachwuchsleistungszentren der Clubs, organisieren zusammen mit den Verbänden das Schiedsrichterwesen und das Dopingkontrollsystem. Die Ligen pflegen ihren Markenauftritt durch eigene Kommunikationsleistungen, repräsentieren den Gesamtwettbewerb nach außen, stellen den Know-how-Fluss zu den anderen internationalen Profiligen und Verbänden sicher und erstellen teilweise auch die Fernsehbilder, die den einzelnen Sendern als Grundlage für ihre Berichterstattung dienen.
All diese Leistungen erfordern nicht nur hohe Professionalität, sondern auch mühevolle Arbeit und beträchtliche finanzielle Investitionen. Neben der Bedrohung durch digitale Piraterie sind es vor allem Trittbrettfahrer aus dem Bereich der Sportwetten, die, ohne eine Gegenleistung zu erbringen, mit unseren Veranstaltungen und unserer Leistung Geld verdienen, die Integrität unseres Sports und unsere wirtschaftliche Basis gefährden.
Gleichzeitig verfügen professionelle Sportveranstalter in Deutschland nicht über ein eigenes Leistungsschutzrecht, das die intellektuelle, finanzielle und materielle Leistung unserer Mitglieder anerkennt und nachhaltig gegen Trittbrettfahrerei, Abschöpfung und illegale Aktivitäten schützt.
Um die Integrität des Profisports sicherzustellen, Wettmanipulationen zu vermeiden, digitaler Piraterie zu begegnen und Rückflüsse aus Sportwetten an den Sport sicherzustellen, plädiert die Initiative Profisport Deutschland für die schnelle Einführung eines Veranstalterschutzrechts für Organisatoren von Sportwettbewerben.
Der Profisport wird entstehende Rückflüsse nutzen, um den Solidargedanken, die soziale Verantwortung und die Förderung des Breiten- und Amateursports auch weiterhin auszubauen und ist bereit, sich hierzu auch rechtlich verpflichten zu lassen. Die Normierung des Veranstalterrechts könnte beispielsweise im Urhebergesetz verankert werden.