Glücksspielstaatsvertrag: IPD begrüßt Gesetzesentwurf aus Schleswig-Holstein

12.04.2011

Begrüßt den Gesetzesentwurf aus Schleswig-Holstein: Frank Bohmann
 
Die Initiative Profisport Deutschland (IPD) sieht den Entwurf der Ministerpräsidentenkonferenz zum neuen Glücksspielstaatsvertrag in einigen zentralen Punkten kritisch.

"Der Vorschlag zur Behandlung von Sportwetten nutzt weder dem Breiten- noch dem Profisport. Eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes für private Anbieter ist zwar grundsätzlich der richtige Weg. Allerdings sind die veröffentlichten Eckpunkte, insbesondere im Hinblick auf die Abgabensituation, alles andere als erfolgversprechend. Die IPD begrüßt deshalb ausdrücklich den Gesetzesentwurf aus Schleswig-Holstein. Dieser ist rechtlich umsetzbar und inhaltlich zielführend", sagte Frank Bohmann, stellvertretender Sprecher der IPD, auf der heutigen Sitzung in Frankfurt am Main.

Statt den Sportwettenmarkt konsequent kontrolliert zu öffnen und so den Weg für eine regulierte Rückkehr der privaten Anbieter nach Deutschland frei zu machen, sind aus Sicht der IPD von den Ministerpräsidenten unrealistische Rahmenbedingungen vorgeschlagen worden. Damit würde weder eine Kanalisierung in den legalen Markt stattfinden noch die gewünschten Effekte für den Breiten- und Profisport erreicht werden. Speziell eine ausreichende Finanzierung des Breitensports aus Mitteln des Sportwettenmarktes wäre so kaum gewährleistet.

Ein praxistaugliches Modell, das allen Marktteilnehmern gerecht würde, ist aus Sicht der IPD der Gesetzesentwurf aus Schleswig-Holstein. Dieser sieht deutlich geringere und international wettbewerbsfähigere Abgaben für Wettanbieter vor als die von den anderen 15 Ländern geplanten 16,66 Prozent. Bei höheren Abgaben, so die Befürchtung, würden die Unternehmen ihre Wetten weiterhin aus dem Ausland anbieten.

Die Initiative Profisport Deutschland wurde im November 2009 als Interessen-Vertretung der vier größten deutschen Profi-Ligen (DFL Deutsche Fußball Liga, Beko Basketball Bundesliga, Deutsche Eishockey Liga und TOYOTA Handball-Bundesliga) gegründet. Ziel der Vereinigung ist es, den Anliegen des Profisports ein gemeinsames Sprachrohr zu geben.
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